Stromgestehungskosten
Bei Kapitalkosten von 4 % für die Investitionssumme und Betriebskosten von typisch ca. 1 % werden dem Betreiber einer Photovoltaikanlage ca. 37 bis 52 ct/kWh im ersten Betriebsjahr vergütet, bei einem üblichen Abschreibungszeitraum von 20 Jahren. Die tatsächlichen Erzeugungskosten liegen darunter. Diese Erstattungen liegen gegenwärtig etwa 7 mal höher als die Kosten für konventionelle Erzeugung (typischerweise 6 Cent/kWh) oder 2 bis 3 mal über den Strompreisen für Privatkunden. Die Differenz wird auf alle Stromverbraucher umgelegt und erhöht deren Stromrechnung minimal. Für 2007 wird Strom an der EEX bereits mit 8 ct/kWh gehandelt. Ist die Anlage abbezahlt, fallen bis zum Ende der Lebensdauer nur noch die geringen Betriebs- und Wartungskosten an, welche wie auch beim konventionellen Vergleichskraftwerk aus dem Betriebskostenanteil gedeckt werden. Bei konventioneller Stromerzeugung ist dagegen aufgrund der steigenden Brennstoffkosten mit einem Preisanstieg zu rechnen. Dieser Faktor wirkt aber erst im längerfristigen Vergleich mit konventionellen Formen der Stromerzeugung.
Aus der installierten Leistung von 2,58 GWp und der erzeugten Energie von 2000 GWh errechnet sich für 2006 eine mittlere Einschaltdauer von 775 h. Gemessen an den 8760 Stunden pro Jahr ergibt sich eine mittlere Nutzung von 8,8 %. In den Vorjahren war dieser Wert noch geringer, im Jahr 2005 betrug die Einschaltdauer 532 h, 2004 etwas mehr.
